Über uns
Lernen Sie uns, unsere Denk- und Arbeitsweise besser kennen und warum wir uns auf das strategische Copywriting für private Bildungseinrichtungen konzentrieren.
Das Interview
Christian Radermacher ist Gründer von wtdv, studierter Medienmanager und Betriebswirt. Er beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit strategischen Fragen und seit 12 Jahren mit dem Copywriting. Er hat zahlreiche erfolgreiche Kampagnen umgesetzt.
Herr Radermacher, Sie bezeichnen sich nicht nur als Copywriter, sondern auch als strategischer Berater. Wie kam es dazu?
Das hat sich ganz natürlich entwickelt. In den Gesprächen mit unseren Kunden sind wir immer wieder an den Punkt gekommen, wo klar wurde: Die besten Texte bringen wenig, wenn die strategische Grundlage nicht stimmt. Wenn die Positionierung unklar ist, die Zielgruppe nicht richtig definiert wurde oder der Marketing-Funnel Lücken hat, verpuffen auch brillante Texte. Dann haben wir angefangen, diese strategischen Fragen von Anfang an mitzudenken und mit den Kunden gemeinsam zu klären. Und plötzlich war das nicht mehr nur ein Copywriting-Projekt, sondern echtes Sparring auf Augenhöhe. Wir haben gemerkt: Genau das macht den Unterschied. Deshalb bieten wir heute beides an: Strategische Begleitung und Copywriting. Das eine funktioniert ohne das andere einfach nicht optimal.
Das heißt, Sie schreiben nicht einfach nur Texte nach Briefing?
Nein, definitiv nicht. Natürlich können wir das auch, wenn ein Kunde mit einem klaren, durchdachten Briefing kommt. Aber in der Realität sieht es oft anders aus. Viele Bildungseinrichtungen wissen, dass sie neue Texte brauchen, aber die Frage ist: Warum funktionieren die alten nicht? Liegt es wirklich nur an der Formulierung oder vielleicht daran, dass die
Positionierung nicht klar genug ist? Oder dass die falschen Menschen angesprochen werden? Deshalb stellen wir am Anfang immer die strategischen Fragen: Wer ist Ihre ideale Zielgruppe? Was macht Sie wirklich einzigartig? Wie sieht Ihr Marketing-Funnel aus? Erst wenn das klar ist, schreiben wir die Texte. Und dann stehen diese auch auf einem soliden Fundament und funktionieren nachweislich besser. Das ist der Unterschied zwischen einem Textdienstleister und einem strategischen Partner.
Warum konzentrieren Sie sich auf den Bereich „Private Bildungseinrichtungen“ und bieten Ihren Service nicht für alle an?
Mir ist eine klare Positionierung und Fokussierung ganz wichtig. Wir tauchen in ein Thema, das mir am Herzen liegt, ganz tief ein, kennen uns dort sehr gut aus und wissen, worüber unsere Kunden sprechen. Natürlich ist jede Bildungseinrichtung anders, jeder verwendet eine andere Sprache und verfolgt andere Ziele. Aber um das, um was es im Grundsatz geht, ist klar und bekannt.
Ok, und warum private und keine öffentlichen Bildungseinrichtungen?
Viele Unternehmen in diesem Bereich leisten hervorragende Arbeit und machen deutlich, welchen Unterschied private Bildungsträger beim Thema Bildung machen können. Das möchte ich unterstützen. Dazu halte ich viel von klarer, direkter Sprache und treffe selbst schnell Entscheidungen. Bürokratie ist daher nicht mein bester Freund (schmunzelt).
Was unterscheidet gute von wirklich starken Werbetexten im Bildungsbereich?
Gute Texte informieren, starke Texte bewegen. Das ist der entscheidende Unterschied. Im Bildungsbereich geht es nicht darum, einfach nur Fakten aufzulisten wie Lehrplan, Ausstattung, Abschlüsse. Das machen alle. Wirklich starke Texte schaffen es, dass Schüler oder Eltern beim Lesen sofort spüren: Das ist die richtige Schule für mich oder für mein Kind. Sie beantworten nicht nur die rationalen Fragen, sondern sprechen die emotionalen Themen an. Die Ängste, die Hoffnungen, die Zweifel. Ein starker Text gibt Sicherheit, schafft Vertrauen und zeigt klar, warum diese Einrichtung die beste Wahl ist. Und er macht das mit einer Sprache, die authentisch ist und Persönlichkeit hat. Keine austauschbaren Phrasen, sondern echte Identität. Wenn Eltern nach dem Lesen sagen “Die haben uns verstanden”, dann wissen Sie: Das ist ein wirklich starker Text.
Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Texte? Gibt es klare Ergebnisse oder Kennzahlen?
Das ist ein sehr wichtiges Thema und ja, diese Kennzahlen gibt es. Viele Unternehmen glauben, dass bessere und ansprechendere Texte sofort die Anmeldezahlen in die Höhe schnellen lassen und wir am Ende schuld sind, wenn das nicht passiert. Die Wahrheit ist, dass vom Erstkontakt bis zum Abschluss viele andere Faktoren auch eine Rolle spielen, wie. z.B. Reaktionszeit auf Anfragen, geschultes, sympathisches Antworten, Verkaufen können, etc. Unseren Erfolg kann man daher eher bewerten, indem man sich die direkt messbaren Kennzahlen der Text-Performance anschaut. Das sind z.B. Klickraten bei Werbeanzeigen, Verweildauern auf Landeseiten, Scrolltiefen, Absprungraten oder auch Öffnungsraten bei Mailings. Wenn der restliche interne Prozess stimmt, wird das der Kunde selbstverständlich auch anhand erhöhter Anmelderaten erkennen. Das ist das gemeinsame Ziel.
Viele sagen, KI kann heute Texte schnell und günstig erstellen. Warum ist ein spezialisierter Copywriter trotzdem entscheidend?
Da sprechen Sie ein Thema an, das die Menschen aktuell wirklich bewegt. Viele Unternehmen nutzen KI für Ihre Texte und was sehen wir da draußen? Alles klingt gleich, nach Massenware ohne echte Tiefe, ohne Identität, ohne das Gespür für die Branche und die Erfahrung wie man Menschen wirklich erreicht. Es langweilt und kann sogar dem eigenen Image schaden. KI kann unterstützen, aber sie ersetzt nicht das menschliche Feingefühl und die Erfahrung, die am Ende den Unterschied macht. Wenn Sie ein geschultes Auge haben, erkennen Sie recht schnell ob der Text von einer KI erstellt wurde oder echte Persönlichkeit in sich trägt.
Abschließend, warum betreuen Sie zeitgleich nur sehr wenig Kunden?
Das rührt auch aus meiner Erfahrung mit vielen Agenturen, die ich kenne. Ich sprach heute schon von Fokussierung und packe noch die Verantwortung mit dazu. Viele Agenturen legen keinen großen Wert auf die Anzahl oder Zielgruppe ihrer Kunden. „Wir nehmen mit, was geht“ ist die Devise. Egal ob man der Herausforderung oder dem zeitlichem Anspruch gerecht wird. Das Ergebnis sind große Versprechen am Anfang und ein enttäuschter Kunde am Ende. Wir verfolgen einen anderen Weg. Wir, und das soll jetzt bitte nicht arrogant klingen, suchen uns unsere Kunden aus. Erstens muss das Verhältnis zum Kunden passen, es muss partnerschaftlich sein. Der Kunde muss auch aktiv mitarbeiten, uns Feedback geben, den Erfolg genauso wollen wie wir. Des Weiteren beschäftigen wir uns intensiv mit unseren Kunden und seinen Themenfeldern. Die Aufgaben und Texte benötigen Zeit und werden nur mit höchsten Qualitätsansprüchen geliefert. Deshalb können wir nur eine begrenzte Anzahl an Kunden zeitgleich betreuen und arbeiten meist auch langfristig mit unseren Partnern zusammen.
Das Gespräch führte Sabine Strauss.